Menschen und Sehenswürdigkeiten

Viele verschiedene Kulturen herrschten über Jahrtausende in dem vorderasiatischen Land und haben ihre Spuren hinterlassen. Heute besteht die iranische Bevölkerung ungefähr zur Hälfte aus Persern, die andere Hälfte setzt sich aus Kurden, Arabern, Aserbaidschanern, Turkmenen, Masandaranern, Gilanern, den Luren und den Belutschen zusammen. Ungefähr 10 Prozent der Menschen leben heute noch zum Teil oder gänzlich als Nomaden. Der Islam ist Staatsreligion und mit über 90 Prozent der Bevölkerung hat der Iran die größte Anzahl schiitischer Muslime weltweit.

Kulturelle Höhepunkte

Die erst 200 Jahre alte Hauptstadt Teheran ist die größte persische Stadt und hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das Nationalmuseum, das Glas- und Keramikmuseum sowie das Kronjuwelenmuseum sind unbedingt einen Besuch wert. Der futuristisch anmutende Azadi-Tower verbindet islamische Elemente mit moderner Architektur und hat eine Höhe von 50 Metern.
Erst im Jahr 1963 wurden von einem Schäfer die beeindruckenden Ali Sadr-Höhlen entdeckt, in denen mehrere große Seen verborgen sind. Das Höhlensystem liegt ungefähr 100 Kilometer im Norden von Hamadan und ist ein faszinierendes Naturschauspiel.
Ein imposantes Bauwerk ist der Tempelbau Chogha Zambil, der von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Der Stufenturm Zikkurat bestand ehemals aus fünf Stufen, von denen heute noch drei erhalten sind. Das Baudenkmal befindet sich im Süd-Iran am Dez-Fluss und wurde trotz seiner erstaunlichen Größe erst im Jahr 1935 durch Zufall bei einem Erkundungsflug eines Ölkonzerns entdeckt.
Sehenswerte Städte und kulturelle Höhepunkte innerhalb einer Iranreise sind auf jeden Fall Hamadan, Isfahan, Maschhad und die Blumenstadt Schiraz, die aufgrund ihrer Rosenzüchtungen und der ausgeprägten Gartenkultur auch der Garten des Iran genannt wird. Hier sind auch die Nasirolmolk-Moschee und die Zand-Zitadelle besonders beeindruckende Gebäude.
Persepolis Stadt der Perser liegt 57 Kilometer entfernt von Schiraz und ist ein unglaublich interessantes historisches Kulturdenkmal. Der prachtvolle Palastkomplex wurde 512 v.Chr. erbaut und nach der Zerstörung 331 v.Chr. erst wieder als Ruinenstadt in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts freigelegt.